SPD-Verein NoGroKo: Nein zu Nahles-Ernennung

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Denys Rudyi - Fotolia
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Berlin – Der Kölner SPD-Politiker und Vorsitzende des Vereins NoGroKo, Steve Hudson, lehnt Überlegungen ab, SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles zur kommissarischen Parteivorsitzenden zu ernennen.

Hudson sagte am Dienstag im Inforadio vom rbb, es gebe sechs Stellvertreter in der SPD, die den Statuten entsprechend vorübergehend den Vorsitz übernehmen könnten. „Frau Nahles ist nicht mal Mitglied im sehr großen Parteivorstand.“

Es gehe nicht, dass an den Mitgliedern der Partei vorbei etwas entschieden werde, was anscheinend eine kleine Gruppe in einem Hinterzimmer beschlossen habe. Ein viel besseres Verfahren wäre jetzt eine Mitgliederbefragung. Zu Fragen nach der Rechtmäßigkeit einer solchen Urwahl sagte Hudson, „Ich glaube, die Mitglieder eines Parteitags würden das Ergebnis respektieren.“

Grundsätzlich kritisierte Hudson, dass es für Parteiämter oft nur einen Kandidaten gebe: „Vielleicht kommt das in Nordkorea noch vor. Ich finde das für die SPD nicht besonders modern.“

Die Mitglieder müssten bei Entscheidungen viel stärker einbezogen werden, verlangte der SPD-Politiker. „Wir sind nicht nur Fanblock, die dumm und dämlich alles bejubeln. Das ist unsre Partei. Sie gehört nicht einem kleinen Kreis von Spitzenfunktionären in Berlin, die damit machen können, was sie wollen.“

Das Interview zum Nachhören: http://ots.de/PqXqvz

Original-Content von: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), übermittelt durch news aktuell

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