stern TV – Mittwoch, 14. Februar 2018, 22:15 Uhr live bei RTL Moderation: Steffen Hallaschka

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Rawpixel Ltd.  Rawpixel.com - Fotolia
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Köln – Schimmel, keine Duschen, kein Warmwasser – die desolaten Zustände in deutschen Notunterkünften

Die Wände voller Schimmel, kein Warmwasser in den Wohnungen, nur zweimal pro Woche die Möglichkeit, zu duschen: Die Zustände im Notwohngebiet „Egerländerstraße“ in der Stadt Kitzingen sind dramatisch. Als Notunterkunft für akut von Obdachlosigkeit bedrohte Menschen gedacht, ist die Gegend mittlerweile als „Ghetto“ verschrien – wer einmal hier landet, kommt nur schwer wieder weg. Darunter leidet auch Jessica Hölldobler. Die 35-Jährige hat 17 Jahre lang in der Gastronomie gearbeitet – einen neuen Job findet sie derzeit nicht. Für Hölldobler liegt das auch an ihrer Wohnsituation: „Man muss in diesem Beruf ständig adrett und sauber sein und eine Möglichkeit haben, sich reinigen zu können. Und das ist hier unter diesen Umständen nicht gegeben.“ Wer keine Dusche hat, ist auf die Arbeit der Begegnungsstätte „Wegweiser“ angewiesen. Die Einrichtung bietet den Bewohnern die Möglichkeit, duschen zu können – da der „Wegweiser“ aber nur von Ehrenamtlern betreut wird, gibt es pro Woche nur ein Zeitfenster von viereinhalb Stunden, in dem die mehr als 100 Anwohner das Angebot nutzen könnten. Doch warum sind die Zustände in der Egerländerstraße so dramatisch? Und wieso sorgt die Stadt nicht für bessere Bedingungen? Darüber spricht Steffen Hallaschka am Mittwoch live mit Helferin Marion Warschecha und der Stadträtin Andrea Schmidt.

Schockierende Bilder bei Fleischlieferant von McDonald’s: Wird im Schlachthof massiv gegen Gesetze verstoßen?

Rinder werden bei unzureichender Betäubung zum Entbluten an Haken gehängt, mit Elektrotreibern malträtiert und extremer Gewalt ausgesetzt – die Bilder aus einem Schlachthof in Tauberbischofsheim machen betroffen. Der Verein „Soko Tierschutz“ hat im OSI-Schlachthof versteckte Kameras montiert und die Aufnahmen stern TV übergeben. Auf den Bildern ist dokumentiert, wie Mitarbeiter wiederholt unnötig Tiere quälen. „Schlimmere Bilder kann man sich nicht vorstellen. Aus meiner Sicht müsste man sofort die Schlachtung dort einstellen und das Personal austauschen“, sagt Dr. Kai Braunmiller, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Fleischhygiene, Tierschutz und Verbraucherschutz, nach Sichtung der Aufnahmen aus Tauberbischofsheim. Der Schlachthof gehört seit gut einem Jahr zur „OSI Europe Foodworks“ mit Sitz ins Günzburg, dem Exklusivlieferanten der Fastfood-Kette „McDonald’s“. Wird im Schlachthof massiv gegen Gesetze verstoßen? Darüber sprechen am Mittwoch der Tierschützer Friedrich Mülln von „Soko Tierschutz“ sowie die Landestierschutzbeauftragte von Baden-Württemberg, Dr. Julia Stubenbord.

Außerdem in der Sendung:

Prozess gegen Adrian Ursache: Wie gefährlich ist die „Reichsbürger“-Bewegung?

Warum in Berlin eine Sitzbank vier Meter neben der dazugehörigen Bushaltestelle steht

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