Welt-Alzheimertag

2018-09-20 14:36:39

Berlin (ots) - "In einer Gesellschaft des langen Lebens wächst die Zahl alter und hochbetagter Menschen kontinuierlich. Demenz ist damit eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Viele Demenzkranke sind auf Hilfe im Alltag und Pflege angewiesen. Wir brauchen deshalb größere Anstrengungen für eine bestmögliche Betreuung dieser Menschen, um ihnen zu einem möglichst langen selbstbestimmten Leben in der Gesellschaft zu verhelfen". Das sagte Dr. Max Kaplan, Vize-Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), anlässlich des morgigen Welt-Alzheimertages.

"Ein wichtiger Baustein bei der Behandlung von Demenzerkrankten sind Verfahren, die das Gedächtnis fördern und helfen, den Alltag besser zu bewältigen. Ärztinnen und Ärzte können Verfahren anbieten, die Erinnerungen wecken oder geistige Fähigkeiten anregen. Auch körperliche Aktivität und Musik können dazu beitragen, den geistigen Abbau etwas aufzuhalten und ein eigenständiges Leben länger zu ermöglichen", so Kaplan. Die BÄK hat eine Vielzahl von Fortbildungsmaßnahmen für Ärztinnen und Ärzte zur Behandlung von demenziell Erkrankten entwickelt, die von den Landesärztekammern anerkannt und flächendeckend etabliert sind.

Kaplan begrüßte den Startschuss für die Entwicklung einer "Nationalen Demenzstrategie" der Bundesregierung. Die "Nationale Demenzstrategie" wird auf der bewährten Zusammenarbeit der "Allianz für Menschen mit Demenz" aufbauen. Die Allianz ist eine Initiative von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden sowie über 20 Verbänden und Institutionen aus dem Pflege- und Gesundheitsbereich, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft. Sie haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu sorgen. Auch die BÄK gehört der "Allianz für Menschen mit Demenz" an.

Kaplan betonte, dass Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen mit den jüngsten Reformen im Bereich der Pflege mehr Unterstützung erhalten. Das reiche aber nicht. "Wir brauchen mehr Personal in den stationären Einrichtungen und wir müssen die ambulante Pflege, teilstationäre Angebote und betreute Wohngruppen ausbauen", sagte er. Notwendig sei ein breites Angebot für Betreuung, Pflege und Therapie. Denn die Erkrankten seien keine einheitliche Gruppe, sondern Individuen mit ganz unterschiedlichen Lebensläufen, Kompetenzen und Defiziten, die in unterschiedlichen sozialen und wirtschaftlichen Situationen leben.


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