Bertelsmann-Studie zeigt: Debatte über Umbau der Pflegeversicherung geht an demografischer Realität vorbei

2019-03-14 14:40:30

Berlin (ots) - Eine Ausweitung der Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung würde künftigen Generationen eine untragbare Last aufbürden. "Wer heute eine Begrenzung des Eigenanteils in der Pflege oder sogar eine Vollversicherung fordert, stellt einen ungedeckten Scheck zulasten künftiger Generationen aus", warnt PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther. Reuther verweist auf eine aktuelle Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung: Demnach dürften sich die Kosten für den Sozialstaat binnen 30 Jahren annähernd verdoppeln. "Selbst bei deutlich höheren Zuwanderungs- und Geburtenzahlen wird eine dauerhafte Begrenzung der Sozialabgaben-Quote auf 40 Prozent der Lohnsumme eine Illusion", warnt Reuther. "Statt die Leistungen der Pflegepflichtversicherung drastisch auszuweiten und damit die verdeckte Schuldenlast kommender Generationen noch zusätzlich zu erhöhen, sollte die Politik als erstes darüber nachdenken, wie man das aktuelle Leistungsniveau dauerhaft finanzieren kann", fordert Reuther. "Diese generationengerechte Lösung gibt es bereits - in der Privaten Pflegeversicherung. Alle privat Pflegeversicherten bilden für ihre zukünftigen Pflegekosten eine nachhaltige Kapitalvorsorge, die sich in den letzten zehn Jahren auf über 34 Mrd. Euro mehr als verdoppelt hat." "Je mehr Menschen und Leistungen kapitalgedeckt abgesichert werden, desto besser ist es für die Zukunft unseres Gesundheitswesens und für die Gerechtigkeit zwischen den Generationen. Die PKV steht für den Ausbau der kapitalgedeckten Säule bereit, und zwar in der Pflegeversicherung ebenso wie in der Krankenversicherung."


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