BERLINER MORGENPOST: Sarrazin und die SPD - Kommentar von Jens Anker

2019-07-11 18:36:43

Berlin (ots) - Wie ein Stachel sitzt Thilo Sarrazin seit Jahren im Fleisch der SPD. Doch nun, im dritten Versuch, hat die Partei einen ersten Teilerfolg erzielt. Die Schiedskommission des Parteigerichts sieht hinreichende Gründe dafür, den polarisierenden ehemaligen Finanzsenator aus der Partei auszuschließen. Doch wann es tatsächlich soweit ist, steht in den Sternen. Sarrazin kündigt Widerstand gegen die Entscheidung an - durch alle Instanzen bis zum Bundesverfassungsgericht. Die SPD will sich wieder mehr um ihren Markenkern kümmern, das heißt, wieder mehr auf Themen rund um die soziale Gerechtigkeit konzentrieren. Da stört ein Thilo Sarrazin gewaltig, der pauschal ganze Bevölkerungsgruppen - seien es Beamte, Sozialhilfeempfänger oder Muslime - diskreditierte. Doch wie auch immer der Streit um Sarrazin am Ende ausgeht, er bietet der SPD bestenfalls eine kurze Ablenkung von der Sinnkrise, die die Partei derzeit durchlebt. Anerkennung erwirbt man sich durch eigene Leistungen und nicht durch die Ablehnung anderer Meinungen
Telefon: 030/887277 - 878 bmcvd@morgenpost.de


Original-Content von: BERLINER MORGENPOST, übermittelt durch news aktuell

Stichwörter

  • Politik
  • SARRAZIN
  • Partei
  • Thilo
  • MORGENPOST
  • Berliner
  • Berlin
  • Ablenkung
  • Beamte
  • Sozialhilfeempfänger
  • Muslime
  • Streit
  • Ablehnung
  • Sinnkrise
  • Anerkennung
  • Leistungen
  • Gerechtigkeit
  • Meinungen
  • Pressekontakt
  • Bevölkerungsgruppen
  • Markenkern
  • Themen
  • Stachel
  • Bundesverfassungsgericht
  • Instanzen
  • Entscheidung
  • Widerstand
  • Sternen
  • Finanzsenator
  • Gründe
  • Parteigerichts
  • Schiedskommission
  • Teilerfolg
  • Versuch
  • Fleisch
  • Jahren
  • Telefon

Verwandte Artikel

Westfalen-Blatt: ein…

Bielefeld (ots) - Es ist beschämend, widerlich und scheinheilig zugleich. Nur sieben Wochen nach dem Mord an Walter Lübcke marschieren Rechtsradikale…

Rheinische Post: Die…

Düsseldorf (ots) - von Stefan Klüttermann Eines ist klar: Viele Freunde wird sich die Europäische Union nicht machen, wenn sie durch ein Verbot von Mikroplastik…

Rheinische Post: Bedrohliche…

Düsseldorf (ots) - von Jan Drebes Zwar ist die Zahl der offiziell gezählten Hassbotschaften im Netz seit 2016 nach Angaben der Behörden rückläufig. Das…

Neue Westfälische…

Bielefeld (ots) - Es ist Zeit, dass sich die Gesellschaft wehrt. Die zunehmenden Aktivitäten und politischen Erfolge von rechtsgerichteten Organisationen…